Grundlagen: Das Fediverse

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Bildquelle: fediverse.party

Um in späteren Artikel über verschiedene Teile des von mir verwendeten Netzwerkes sprechen zu können, möchte ich dieses zunächst kurz vorstellen.

Das Fediverse

Ich möchte zunächst Wikipedia zitieren:

Fediverse (ein Kofferwort aus „federation“ und „universe“) bezeichnet ein Netzwerk föderierter, voneinander unabhängiger sozialer Netzwerke, Mikroblogging-Diensten und Webseiten für Online-Publikation oder Daten-Hosting.

Sicher kennst du Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube. All diese Dienste haben einen bestimmten Zweck, stehen aber für sich alleine. Auf Twitter kannst du Kurznachrichten posten, auf Facebook etwas ausführlichere Posts verfassen und auf Instagram deine Bilder teilen. Videos gibt es auf YouTube. All diese Dienste stehen aber für sich alleine und sind untereinander nicht wirklich verbunden. Wenn du auf Twitter schreiben möchtest, benötigst du einen Twitter-Account. Willst du Fotos auf Instagram „liken“, ist ein Account dort ebenfalls Pflicht. Auf Facebook kommentieren kannst du auch nur, wenn du dort einen Account hast – selbiges gilt für YouTube. Du benötigst also für jeden dieser Dienste ein eigenes Konto. Zudem habe alle diese Dienste gemein, dass sie komplett einem großes Konzern gehören, der im Prinzip alleiniger Herr darüber ist, was hinter den Kulissen geschieht.

Stell dir nun vor, dass du nur einen einzigen Account benötigst. Du hast also zum Beispiel ein Twitter-Konto, kannst damit aber auch Bilder auf Instagram liken und Posts auf Facebook kommentieren. Genau dies und noch viel mehr bietet dir nun das Fediverse.

Du selbst bestimmst hier, wo und auf welcher Plattform du in das Netzwerk einsteigen willst. Es gibt hierbei Dienste, die je nach Aufbau stark an Twitter erinnern, oder aber mehr in Richtung Facebook gehen. Auch solche wie Instagram oder YouTube gibt es oder eben ganz eigene Lösungen. Du kannst dich nun frei dafür entscheiden, welche Art von Dienst du bevorzugst. Hast du dich anhand deiner persönlichen Vorlieben entschieden, bleibt dir zudem die Wahl überlassen, dich einem bereits vorhandenen Server als Mitglied anzuschließen, oder einfach deinen eigenen Dienst zu hosten. Je nach Art reicht dafür bereits einfacher Webspace mit Datenbank.

Das Ganze bietet dir nun gleich mehrere Vorteile:

Ein Account für alles:

Du erstellst dir an gewünschter Stelle ein Konto und kannst mit allen anderen interagieren

Dezentralisiert:

Das Netzwerk besteht aus deinem Dienst und dem aller anderen Mitglieder. Somit gibt es keinen einzelnen Besitzer. Geht ein Dienst offline, machen alle anderen einfach ungestört weiter

Herr über die eigenen Daten:

Da du deine eigenen Instanzen/Dienste betreiben kannst, bist du selbst der Herr über deine Daten. Fehlen dir die Möglichkeiten dazu, schließt du dich einfach jemandem an, dem du vertraust.

Einfache Umzüge:

Dir gefällt es dort wo du bist doch nicht so gut? Du kannst deine Daten einfach packen und umziehen. Niemand zwingt dich zum bleiben.

Einen sehr guten Überblick über die bereits angebotenen Dienste gibt es hier: https://fediverse.party/

Mich findest du beispielsweise auf Mastodon, einem Dienst der stark an Twitter erinnert.

Bildquelle Beitragsbild: fediverse.party

Über Boris Schäfer 12 Artikel
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